Montag, 11. Februar 2008

Straßenimpressionen

In den letzten Wochen haben sich schon einige Bilder angesammelt.
Folge 1: Straßenimpressionen aus der Metropole Helsinki....




Auch Klein San Francisco genannt.... ;)




Helsinki im Nebel...

Trotz Klimaerwärmung, sprich ekliges Herbstwetter statt kalter, schneereicher Winter (den viele Finnen in diesem Winter auch nicht mehr erwarten), wage ich mich immer wieder nach draußen und erkunde Helsinki. Ich kann ja schließlich nicht auf gutes Wetter warten. Und so entstehen auch so interessante Eindrücke von der Stadt:
Mannerheimintie, die Hauptstaße...





Und bei einem dieser Streifzüge durch Helsinki habe ich DAS Café schlechthin entdeckt! Ein kleines rotes Holzhaus direkt am Wasser gelegen, das mit unheimlich viel Liebe gestaltet ist. Neben dem einmaligen Standort und der Aussicht aufs Wasser verbergen sich noch so viele kleine Schätze in dem Café, dass ich am liebsten dort geblieben wäre. Beispielsweise öffnet sich die schwere Holztür wie von Geisterhand, wenn man eintritt... (die Bedienung hinterm Tresen zieht dabei an einem Seilzug) - jeder Tisch, jeder Stuhl ist individuell und überall stehen und hängen Accessories wie Instrumente, alte Bilder oder Küchengeschirr rum, ohne dass es jedoch total kitschig wirkt (hm obwohl, es ist wahrscheinlich schon kitschig, egal). Mit einem heißen Tee und einem Stück genialem Schokokuchen neben einer Heizung aufs Wasser schauen - was will man mehr (... in Helsinki wenn es regnet...)?









Mein bisher einziger Sonnenuntergang in Helsinki mit industriellem Hafencharme....



Ansonsten studiere ich eigentlich eher weniger als mehr, sondern unternehme hauptsächlich lustige Sachen mit anderen Erasmus-Studierenden, wie z.B. Eislaufen gehen, in die Sauna gehen (mittlerweile typisch finnisch mindestens einmal pro Woche), Parties unter dem Motto eines Landes veranstalten (Deutschland und Kanada waren schon, Litauen, Portugal und Spanien kommen noch), Museen besuchen und vor allem weitere Aktivitäten planen....

Freitag, 1. Februar 2008

Wie es ist, aus allen Wolken zu fallen...

Also, weiter gehts. Am Sonntagabend mache ich mich mit der üblichen Erasmus-Gruppe auf in die Stadt, um meine Geburtstagsüberraschung zu bekommen. Wie es mir gesagt wurde, habe ich mich schick gemacht, ebenso wie Sandra und Anna, nur alle anderen tauchen im Alltagslook auf, was mich schon ein bisschen wundert, ich mir aber nichts dabei denke. Am Hauptbahnhof warten wir extra noch auf zwei weitere Media-Studenten, Tomas und Ieva aus Litauen. Was ich bisher weiß: Um kurz nach 20 Uhr haben wir irgendwo einen Termin zum Essen. Wir müssen uns also beeilen. Es geht vorbei am Kino (das ist es also auch nicht), Kasino (das wäre doch was gewesen), Pizza Buffet (naja) Richtung Hafen.... Ich muss gestehen, dass ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht aufgeregt war, nur etwas verunsichert von diesen ganzen komischen Blicken und diesen Fragen: "Und... schon aufgeregt?"

Schließlich stoppen wir vor dem Restaurant "Kappeli", einem edlen Restaurant mitten auf der Esplanadi fast am Hafen. Kaum vorstellbar, dass wir da jetzt alle zusammen essen gehen werden? Ich werde von der Meute mehr oder weniger durch das Restaurant geschoben (einfach vorbei am "Please wait to be seated"-Schild!) und soll bis ans Fenster gehen. Aber da ist garantiert kein Platz mehr für eine Gruppe von 9 Leuten frei! Noch ein paar Meter bis zum Fenster.... Erst als der Typ am schönsten 2er-Tisch die Menükarte vorm Gesicht wegnimmt, fällt es mir wie Schuppen von den Augen: .......... MARKO!!!

So ist also das Gefühl, wenn man aus ALLEN Wolken fällt! Aber wirklich aus allen! Ich hatte keine Ahnung, keinen blassen Schimmer, dass dies meine Geburtstagsüberraschung sein würde! Ich drehe mich um und sehe 8 grinsende Gesichter mir zuwinken! Alle haben absolut dicht gehalten und die Überraschung perfekt organisiert. Langsam fielen mir immer mehr Dinge aus den letzten Tagen auf, die jetzt plötzlich Sinn machten (warum Michael früher aus dem Science Center wegmusste, warum mich Marko nicht zum Geburtstag angerufen hatte, weshalb Sandra Infos über den Airport-Bus besaß und und und...). Tja, und da saß ich nun an meinem Geburtstag mit Marko in einem echt edlen Restaurant in Helsinki. Vor lauter Freude und Erstaunen war ich total überfordert jetzt auch noch etwas zu Essen und zu Trinken zu wählen, vor allem bei DEN Preisen (Well, thank you guys!). Irgendwie - nachdem der auffallend grinsende Keller zum dritten Mal an unseren Tisch gekommen war - hab ich einfach auf etwas gezeigt und das dann bestellt. Und das Essen war wirklich der Hammer! Ach ja, und die anderen sind dann alle wieder gegangen... in eine billige Pizzeria! ;)

Marko ist bis heute in Helsinki geblieben, fast eine Woche lang - unerwartet, aber irre schön! Nur das Wetter hat leider nicht so mitgespielt, naja, kann ja nicht alles perfekt sein. Neben dem üblichen Sightseeing-Programm sind wir außerdem noch Schlittschuhlaufen gewesen, waren mehrmals in der Sauna hier im Haus und und und


In der alten Markthalle am Kauppatori (der Marktplatz am Hafen) gibt es natürlich vor allem Fisch in allen Variationen, aber auch Delikatessen und karelische Piroggen mit Kartoffel- oder Reisbrei gefüllt.




Über den Dächern der Stadt - auf dem Turm des Olympiastadions (von 1952) - mit Blick auf die Ostsee.



Auf der Fähre nach Suomenlinna...

Ein perfekter Geburtstag!

In der letzten Woche ist so viel passiert, dass ich erstmal gaaanz von vorne anfange, bevor ich dann (im nächsten Blogeintrag) zur Überraschung schlechthin komme.... aber ihr sollt es lesen, so wie ich es erlebt habe! Also, obwohl ich nicht wirklich glücklich über die Zahl 25 bin, die seit letztem Sonntag neben meinem Alter steht, gehörte zu diesen Ereignis natürlich auch eine ordentliche Feier! Meine fand am Samstag abend statt - hauptsächlich in der Küche, wie bei jeder ordentlichen WG-Party (wo auch sonst bei DEM Essen)! Ich habe mich gerade noch beherrschen können, NICHT das ganze Haus zu meiner Feier einzuladen (wohlbemerkt 8 Stockwerke mit je 6 Wohnungen á 5 Studenten), wie es fast täglich im Fahrstuhl angekündigt wird! Zum Glück habe ich doch noch einige nette Leute gefunden, die sich meiner erbarmt haben... ;)

Um Mitternacht bekam ich eine wunderbare Lilie überreicht mit der Ankündigung, dass mich am folgenden Abend noch eine Überraschung erwarten würde... wie auch immer. Wir hatten noch einen echt schönen Abend!







Den Sonntagnachmittag verbrachten wir im Science Center "Heureka" in Vantaa, damit ich auch an meinem 25. Geburtstag nochmal ein bisschen Kind sein durfte... und zwar ohne aufzufallen! ;) Am besten gefallen hat mir allerdings die Ausstellung "Sound of Silence", bei der wir uns eine Stunde lang umgeben von (fast) absoluter Stille mit nonverbaler Kommunikation beschäftigt haben. Ansonsten haben wir noch einen Iglu gebaut...

... lustige Spielchen und Experimente durchgeführt...

... mit schwebenden Bällen gespielt...

...und.... äh, sorry Sandra... ;)

Kaum abends wieder zuhause angekommen, wurde mir mitgeteilt, dass wir auswärts essen würden und ich mich schick machen sollte....

(Fortsetzung folgt)

Freitag, 25. Januar 2008

Suomenlinna

Eigentlich wollten Sandra und ich heute nachmittag ja shoppen gehen... aber wenn hier das Wetter mal gut ist, muss man das auch richtig ausnutzen! Gestern hat es übrigens zum ersten Mal so richtig geschneit, davon war heute aber so gut wie nichts mehr zu sehen. So kanns gehen in Helsinki.


Also war bei uns im Sonnenschein mal wieder Sightseeing angesagt. Diesmal ging es nach Suomenlinna ("Burg der Finnen"), einer Festung auf einer Insel vor der Stadt (ca. 15 Minuten mit der Fähre), die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Wunderschön!


Auf der Fähre...





Auf Suomenlinna...











Ach ja, und danach waren wir doch noch shoppen... ;)